Ausflug an das Harlekine Fest in Ruhstorf an der Rott

Lange haben wir uns auf unseren Ausflug nach Deutschland gefreut und am 8. Juli war es dann endlich soweit. Hier ein Erfahrungsbericht mit den wichtigsten Ereignissen (die Details würde uns eh keiner glauben…) eines jetzt schon legendären Weekends:

Freitag

7.00 Uhr
Es sind alle pünktlich bei der ZSA eingetroffen. Die Guggis und die Schminkutensilien werden aus der überschwemmten ZSA rausgeholt. Irgendwie bringen wir das ganze Gepäck in den Car rein und dann geht es endlich los.

8.30 Uhr
Aus Sicherheitsgründen erfolgen bereits erst Hochrechnungen über die Reichweite des Bier-Notproviants , die letzten Fragen der vergangenen Fasnacht werden geklärt und die Vorfreude steigt, und steigt, und steigt…

13.30 Uhr
Wir sind bereits weit und schneller vorangekommen als erwartet. Irgendwo zwischen München und Ruhstorf geniessen wir ein Mittagessen und versuchen vergebens die ungeniessbaren Resten des Notproviants zu entsorgen.

16.30 Uhr
Ruhstorf wir sind da! Schnell den Car auspacken, die Hotel-Zimmer beziehen und der Italiener neben dem Hotel ist bereits fest in Goslerhand. Wir erholen uns von der langen Fahrt, knüpfen erste Kontakte und geben unser Gesangsrepetoir zum Besten – ein anwesender Gast meint am Telefon „I kann jetzt grad ned telefoniere, a Rudel Miteeleuropäaer macht grad a saumässign Krach“

19.00 Uhr
Einige können sich kaum vom Italiener trennen, aber das Nachtessen ruft. Auf dem Bauernhof von Gastgeber Heinz’s Freund Rochus erwartet uns ein schönes Fass Bier und alles was man sonst noch für ein gelungenes Grillfest braucht – zur Feier des Tages wurden sogar die Schweizer und Obercheler Fahnen rausgehängt! Güüzu freundet sich sofort mit des Bauers bellendem Vierbeiner an.

21.30 Uhr
Für das feine Nachtessen wollen wir uns mit einem Ständchen bedanken. Wir laufen zum Hotel zurück und holen unsere Instrumente. Plötzlich beginnt es wie aus Kübeln zu regnen, also schleunigst zurück zu den Gastgebern – nur Buschi läuft im halben Dorf rum auf der Suche nach einer Abkürzung. Vom Regen lassen wir uns nicht beeindrucken und spielen das Ständli auch im strömenden Regen. Wem das T-Shirt zu durchnässt ist spielt halt ohne. Wir können kaum mehr aufhören und finden schliesslich noch raus, dass auch Heinz ein talentierter Trompeter ist.

22.00 Uhr
Bei Rochus im Garten ist es super gemütlich und lustig, nur Giige verpennt alles. Ein paar Gosler-Männer wollen Ruhstorf noch auf seine Partytauglichkeit testen und Kunze macht Bekanntschaft mit der Dorfprominenz: „Bist de der Bulle von Tölz?“

04.30 Uhr
Viele liegen bereits friedlich in den Federn. Kunze und Fade Hans sind aber immer noch in Ruhstorf unterwegs schliesslich an einem Richtfest gelandet.

Samstag

08.30 Uhr
Mehr oder weniger fit geniessen wir das Frühstück und tauschen die nächtlichen Erlebnisse aus. Anschliessend stürmen wir den benachbarten Supermarkt und werden von Leuten erkannt, die wir noch nie gesehen haben „Sind eure Männer gut nach Hause gekommen? Die sind ja in alle Himmelsrichtungen heimgelaufen…“

9.30 Uhr
Wir sind auf dem Weg nach Passau und entdecken die wahren Wahrzeichen von Niederbayern: Maisfelder und Solaranlagen auf den Dächern. Von Heinz erfahren wir viel interessantes über die Gegend an der Deutsch-Österreichischen Grenze und Mändu sorgt dafür, dass im Bus alles seine Richtigkeit hat: „Haben Sie leselvielt?“

11.00 Uhr
In Passau machen wir zu Fuss eine kleine Sightseeing-Tour und danach auf dem Schiff eine "Dreiflüsse"-Stadtrundfahrt. Wir geniessen ein süffiges Apéro, die erste Kiste Bier und das super Ferien-Wetter.

14.00 Uhr
Auf der Rückfahrt nach Ruhstorf machen wir einen Zwischenhalt in Bad Füssingen und senken das Durchschnittsalter in diesem Kurort massiv. In Bad Füssingen gibt’s was in den Magen, viel Bier, Schnäpse, Shopping-Touren und für Kunze und Fade Hans sogar echte Lederhosen.

17.00 Uhr
Zurück in Ruhstorf besuchen wir unseren neuen Freund, den Italiener, und schon bald ist es Zeit, die Fasnachtskleider anzuziehen – Fasnachtskleid und Flipflops: eine ganz neue Erfahrung! Auf dem Bauernhof von Rochus Schminken werden wir geschminkt und dann geht es top gestylt an das Harlekine Fest.

19.00 Uhr
Einzug an das Harlekine Fest. Die Festbesucher wissen weder wie ihnen geschieht noch was sie mit uns genau anfangen oder was sie von unserer Musik halten sollen - wir sind die totale Attraktion.

21.00 Uhr
Nach der ersten Stärkung spielen wir ein Ständli auf dem Festplatz. Inzwischen haben wir Fans gefunden, die Leute gehen mit und trotze Hitze in den dicken Fasnachtskleidern macht das Spielen einfach Spass. Nach dem Ständli werden wir von unseren neuen Fans mit Fragen gelöchert und nach Tourneeplänen gefragt – diese haben wir aber leider im Tourbus vergessen ;-) Wir geniessen feines Raclette und finden vor dem Rathaus ein bequemes Sofa für ein Nickerchen.

22.00 Uhr
Wir spielen das zweite Ständli und die Stimmung wird immer besser. Nach dem Ständli beginnt es zu regnen und stürmen. Die Festbänke werden verlassen, die Leute verziehen sich in die wenigen Zelte, die Band bringt ihre Anlage in Sicherheit und was machen die Sooregosler?? Wir holen wieder die Guggis raus und geben im strömenden Regen in kreativer Besetzung und flexibler Aufstellung unser Repetoir zum Besten.

24.00 Uhr
Mitternacht. Irgendwann hat es aufgehört zu Stürmen aber nun giesst es wie aus Kübeln. Draussen ist es nicht mehr auszuhalten und wir verziehen uns notfallmässig auf die Herrentoilette. Da gefällt’s uns gar nicht so schlecht, nur die Unterhaltung fehlt, also singen wir jedes Lied, von dem uns mindestens der Refrain in den Sinn kommt. Heinz versorgt uns immer wieder mit Bier und aus dem Notfall-Unterschlupf wird eine WC-Party, die ihresgleichen sucht.

2.00 Uhr
Irgendwann muss es aufgehört haben zu regnen. Jedenfalls merken wir plötzlich, dass es draussen wieder trocken ist und so findet die WC-Party ein jähes Ende. Viel ist nicht mehr los, aber es gibt doch noch (mehr als) genügend Weisswein, Bier und Tequila damit keiner durstig nach Hause muss.

Sonntag

10.00 Uhr
Nach dem Frühstück haben wir unser ganzes Gepäck irgendwie wieder in den Bus reingebracht. Wehmütig müssen wir von Heinz und seiner Frau verabschieden und machen uns auf die Heimreise.

13.30 Uhr
Nach einer kurzen Stip-Visiten-Durchfahrt durch München geniessen wir auf einer Raststätte den langersehnten Mittagshalt. Wir verprassen die letzten Euros und decken uns mit Proviant für die Restfahrt ein.

16.00 Uhr
Während die Frauen vorne im Car frieren, drohen die Männer im hinteren Teil zu verschmachten und sitzen schliesslich nur noch in Unterhosen da. Die Bierreserven neigen sich dem Ende zu und Fade Hans war noch immer nicht im Burger King.

19.00 Uhr
Wir sind wieder daheim und lassen das Wochenende im Protos ausklingen.

Kommentare

Burgerking

Kurze Ergänzung.

Dank Häfliger Roli und Gige durfte ich doch noch in den Burger King auf der Raststätte Glarnerland!!! Danke euch beiden und Mamme, dass sie sich von den beiden "überschnorren" lies:-)