Fasnachtswoche

SchmuDo

„Hey das geht ab! Wir feiern die ganze Nacht, die ganze Nacht“

Auch dieses Jahr starteten wir die Fasnachtswoche mit dem Einzug in’s Städtli und dem Ständli auf der Bühne beim Marienbrunnen. Da haben wir mit der Zunft Heini von Uri auch auf unser 40-Jahre-Jubiläum angestossen. Beim anschliessenden Guggiversorgen auf dem Märtplatz merkten einige, dass der Parkplatz tagsüber kostenpflichtig ist. So haben dann ein paar nachbezahlt und die anderen sofort die Flucht ergriffen.

Gegen Mittag trafen wir uns alle wieder bei Stocker’s im Haselrain. Da haben wir von Prisi erfahren, dass ihr der „Schämpis der Zunft so gut geschmeckt hatte, dass sie auch noch den übrig gebliebenen Rest vernichtet hat: „Es hed jo nömm vöu denn gha, aber die cheibe Fläsche esch emmer schwärer worde. Wöu i d’Fläsche nömm ha möge löpfe, hani de Schämpis“ de em Schwiizerheim ganz ladylike im Glas tronke. Aber woni uf’s WC be, hend mer de Mändu ond de Ruedi das eifach wäg gno - gäu das esch gemein?“ *hicks*

Nach dem Ständli wurden wir mit einem feinen Mittagessen verwöhnt und anschliessend gönnten sich die meisten ein Verdauungs-Nickerchen um Energie zu tanken für den Jubiläums-Goslerball.

Pünktlich um 19.30 Uhr ging die Party los. Und obwohl es so kalt war, dass sogar die Wärmepilze eingefroren sind, war die Stimmung super und bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgiebig gefeiert:
- die Guggenmusigen sorgten auf der Aussenbühne und in den verschiedenen Lokalen für Stimmung
- die A. S. der Insalifääger begrüssten als Veranstalter die anwesenden Guggenmusigen
- Mäsi schockte die Frauen der Foyer-Bar mit seiner ausgeprägten Männlichkeit
- Meusi outete sich als Kapitän in seiner eigenen Badewanne
- Buschi spielte Stuhl-Domino in der Foyer-Bar
- Meusi’s Anlaufstrecke zur Bar raus wurde je später je länger
- mit den Disziplinen 2-er und 4-er Bob wurden die olympischen Winterspiele 2010 eröffnet: „Eis-zwöi-drü“ und von der Foyer-Bar die Treppe runter
- Schärli Irène landetete fast schon traditionsgemäss an der „After-Wörk-Party“

Freitag

„Gemma Bier trinken - Bier trinken, bis zum Ausklinken, Ausklinken. Und wenn`s ka Bier mehr ham, dann gemma wieder ham!“

Kaum war die „After-Wörk-Party“ beendet, spielten wir am Freitagmittag im Surseepark. Danach genossen wir das Apéro beim Präsi. Da kriegten wir auch einen kleinen Vorgeschmack auf die SG-Oldies-Truppe – wir waren gespannt!

Anschliessend spielten wir beim Altersheim. Für einige war das die perfekte Gelegenheit, sich dieses mal genauer anzuschauen: „Lueg emou! So ne schöni Alters-Restistänz!“

Das letzte Ständli spielten wir bei der Hirschen Bar und dann ging’s ab nach Schötz, wo wie erwartet auch dieses Jahr einiges los war:
- zum Znacht gab es keine Älplermakkaronen sondern Nudeln mit Älplermakkaronen-Sauce
- Güüzu hatte einen wilden Stier dabei und probierte sich als Torrero
- Stevie machte in der Gondel beim Eingang einen Ausflug mit einem Mädel
- Stocker Roli und Harald steuerten mit einer imaginären Fernsteuerung Rogger Stifu in der Gegend rum
- Mäsi offenbarte sein verborgenes Talent als Breakdancer
- auch Stevie outete sich als Tanzbär - auf der Bühne mit der Sängerin
- Faden Hans war äusserst gesprächig, redete mit vielen, aber keiner verstand ihn
- Schügu machte Bekanntschaft mit einem Berner Polizisten: „Hey Bärner, wie heissisch du eigentlech“ – „Schöle“ – „Vo was för eme komische Name chond de das?!“ – „ Joël“
- Chäsi, Dani und Schügu vernichteten in der Kaffistobe flaschenweise Rotwein bis Chäsi nur noch ausleerte. Von Mamme war die Rotwein-Nachschub-Bringerin weniger begeistert: „Gaaget die emmer so vöu?“
- Schügu testete die Taucherbrille auf Undurchlässigkeit: mit viel Zucker und Caipirinha
- Möni ist der Abend gar nicht gut bekommen und die Carfahrt noch viel weniger

Samstag

„Und dann die Hände zum Himmel, komm lasst uns fröhlich sein. Wir klatschen zusammen und keiner ist allein“

Die einen noch etwas verschlafen, die anderen schon wieder unglaublich fit, spielten wir am Samstagmorgen vor der Bäckerei Friedrich. Danach wurden wir alle frisch geschminkt, nur einer fehlte: Unser Faden Hans. Nach einigen Telefonanrufen war er dann wach und die Fahrt nach Oberkirch organisiert, doch kaum war das Telefongespräch beendet rief der Faden Hans wieder an: Der Abholdienst solle eine Viertelstunde später kommen, er müsse noch die Spuren der letzten Nacht beseitigen.

Als dann endgültig alle beisammen waren, ging’s zum Ständli bei Rogger’s in der Länggasse. Nach dem Ständli durften wir viele feine „Robi-Wörscht“ mit Pommes geniessen. Mmmhhhh! Sile hat’s besonders gut geschmeckt: Mamme brachte ihr ein Mittagessen, Chröschi brachte ihr ein Mittagessen und Sile meinte: „Chasch no drei Portione brenge!“

Beim Ständli im Protos konnten wir mit viel Tee-Zwätschge nochmals Wärme tanken für das Monster in Sursee. Da spielten wir zuerst auf der Hauptbühne und dann war es schon bald Zeit für den Einzug ins Städtli. Danach gönnten wir uns bei Speis und Trank eine Verschnauf- und Aufwärmpause. Den nächsten Auftritt spielten wir wieder auf der Hauptbühne und dann folgte endlich der lang ersehnte und nicht nur geografische Höhepunkt des Fasnachtssamstags: Der Auftritt auf der Kirchentreppe! Vor uns das ganze Städtli, die tobende Meute und viele vertraute Fans, Passivmitglieder und Goslerfrönde, die voll mitgingen … – es war wie jedes Jahr einfach geil, da oben zu stehen!

Sonntag

„In meiner Bi-, Ba-, Badewanne will ich segeln geh’n. In meiner Bi-, Ba-, Badewanne bin ich Kapitän.“

Den Sonntag begannen wir besinnlich mit dem Gottesdienst. Also rein in die Kirche, hinsetzen und ruhig sein. Die einen waren froh drum, waren sie doch noch etwas müde. Den anderen fiel’s schon etwas schwerer. Die waren froh, durften sie zwischendurch immer mal wieder aufstehen und ein Stück zum Besten geben. Nach dem Gottesdienst gab’s ein Apéro und natürlich haben wir auch da noch ein paar Stücke gespielt.

Am Nachmittag freuten wir uns über die vielen kleinen und grossen Besucher der Kinderfasnacht. Der Nachwuchs an Fasnachtsbegeisterten in Oberkirch scheint gesichert. An der Kinderfasnacht ging jedenfalls die Post ab. Winnie Pauli sorgte mit seinen Party-Knallern für Stimmung und auf der Bühne gab’s eine riesen Konfettischlacht. Die kleinen und grossen Fasnächtler waren kreativ verkleidet und es war für de Jury gar nicht so leicht, die schönsten Sujets zu wählen.

An der Kinderfasnacht gab es auch eine Premiere live mit zu erleben: Den ersten Auftritt der SG-Oldies-Truppe. Wir waren schon lange gespannt auf diesen Auftritt und begeistert von der Stimmung, die die Truppe in den Saal brachte.

Um 18 Uhr startete Harry das GuggAIR auf der Aussenbühne und brillierte während den drauffolgenden drei Stunden in seiner Rolle als Speaker: Er kürte den lautesten Geugguseer-Elefanten, führte mit den Guggsurruuggern Fusionsverhandlungen und erklärte, warum in Sörenberg laut den Entlebucher-Rechenregeln 3+3=7 ist. Als wir ihm schlussendlich das Mikrophon ausschalteten, informierte er die anwesenden Zuhörer auch ohne technische Verstärkung lauthals über diese angebliche „Panne“…

Natürlich war auch in den verschiedenen Lokalen einiges los:
- in der Turnhalle und im Saal sorgten die Guggenmusigen für Stimmung
- in der Kaffistube wurde fleissig Chacheli um Chacheli vernichtet und je später je mehr gesungen
- unsere seetauglichen Passivmitglieder nahmen mit ihrer Badewanne, prall gefüllt mit Konfettis, Kurs auf die verschiedenen Bar’s. Mamme und Geli nutzten die Gelegenheit für einen spontanen Tauchgang und der Wasserpegel stieg dermassen schnell, dass in der Foyer-Bar bereits um Mitternacht starker Wellengang herrschte
- als Mitternachtssnack gab’s klebrigen Dekofisch am Stück
- Bättig Mäsi meinte beim Kartoffel-Wedges Essen: „Ech be völlig nüechtern. Die Chicken Nuggets do send mi erscht Aukohou höt Obe“
- das Küchenteam hatte bis morgens um 5 Uhr alle Hände voll zu tun und kriegte plötzlich einen Lachanfall. Grund: Peti-Sex ► Hintergründe gibt es gegen ein kleines Entgelt nur bei den Augenzeugen

Güdismontag

„Mer göhnd no lang ned hei, mer hend no föfzäh Stei!“

Am Montagnachmittag wurden die gröbsten Spuren des GuggAIR’s beseitigt, bevor wir im SPZ Nottwil spielten. Da sorgte unsere Vorgruppe, das lustige Trio Emmenegger-Räber-Trachsel, mit seinen Gartenschlauchinstrumenten „Typ Eigenmarke“ bereits den halben Nachmittag für Unterhaltung im Bus-Wartehäuschen.

Nach dem Ständli im SPZ ging es an den Easyball der Geugguseer Geuensee. Zuerst spielten wir am Monster, dann haben wir mit der Verpflegung die nötige Energie getankt und schliesslich haben wir in den verschiedenen Lokalen für Stimmung gesorgt. Harry’s Kampfstiefel wurde dabei als Bierhumpen missbraucht: Für 10 Stotz aus Chäsi’s Tasche exte Räber Öttu das „ Stiefelbier“. Double D und Chäsi nutzen die Kampfstiefel anschliessend als SchuMa gegen die Überdosis Lavendelspray in der urchigen Stube.

Wir haben Geuensee gesprängt und es wurde eine lange Nacht, die für einige nach einem ausgiebigen Morgenessen erst mit dem Schminken am Dienstagvormittag zu Ende ging. Stocker Roli nahm währenddessen mit Faden Hans und Harry den Shuttlebus nach Büron, um den lieben Verwandten zum Geburtstag zu gratulieren. Mamme sollte auch mitfeiern und so versuchte Roli sie morgens um 6 Uhr vergebens aus dem Bett zu klingeln.

Güdisdienstag

„Ciao d'Amore, es tut so weh. Ciao d'Amore, ja wenn ich geh'. Ciao d'Amore, klingt mein letzte Lied in's Tal. Ciao d'Amore, bis zum nächsten Mal.“

Den letzten Tag der Fasnachtswoche starteten wir zusammen mit der SG-Oldies-Truppe bei Hodel’s in der Weierweid. Bei schönstem Wetter spielten wir zusammen ein Ständli und liessen’s uns bei gebratenen Hühnern und vielen Eiern gut gehen. Güüzu verputzte letztere mitsamt Schale, Mändu steckte einige als Notproviant in die Tasche und Tinu’s Mega-Ei zerschlug über zwanzig andere, erlitt selber aber nur einen Lackschaden – ein klarer Fall für die Eidg. Materialprüfanstalt EMPA.

Am Nachmittag liefen wir traditionellerweise in Sursee am Umzug der Zunft Heini von Uri mit. Gefolgt von unserem Wagen liefen wir in Richtung Städtli und für einige wollte der Umzug kein Ende nehmen. Besonders zu kämpfen hatte Roli, dessen Posaune bereits auf halber Strecke erste Schäden erlitt. Nach dem Umzug durften wir zusammen mit der SG-Oldies-Truppe auch im Städtli noch ein Ständli geben – ein einmaligs Erlebnis! Wir fühlten uns geehrt, zusammen mit Gründungsmitgliedern spielen zu dürfen, und waren stolz auf unsere 40 Jahre Sooregosler Oberchöuch!

Schöpfer Adi informierte uns anschliessend über die neusten Geschehnisse an der Olympiade in Vancouver: Heiri Müller habe eine Gold-Medaille gewonnen – im Kurzdistanz-Eisfischen – und das Weitdistanz-Eisfischen sei auf den Mittwochmorgen verschoben worden.

Im Schweizerheim wurden wir mit einem feinen Nachtessen verwöhnt und so kam dann, was auch dieses Jahr kommen musste: Mit dem Böögverbrönne ging die Fasnacht offiziell zu Ende. Es war zum heulen traurig. Nicht zuletzt weil dies wohl auch die letzte Fasnacht unter der Leitung von unserem Präsi Güüzu und unserem Tambi Chröschi war. Viele Tränchen wurden vergossen, bis vom Böög nicht mehr viel übrig war. Dieser ist übrigens so grossflächig abgebrannt, dass Ruedi einen haarigen Brandschaden erlitt.

Doch so schnell gaben wir uns nicht geschlagen: An verschiedenen Orten im Städtli guugten wir noch die letzten Töne und den schlussendlich definitiv allerletzten Auftritt spielten wir zusammen mit den Insalifäägern auf der Kirchentreppe: „Hondert Meter seckle, ablegge, ufstoh, d’Soorefääger Mouechöuch send do-o-o! Hondert Meter seckle, ablegge, ufstoh, d’Soorefääger Mouechöuch send do! „

Aber auch da war noch lange nicht Schluss und so haben wir an der Uslompete nochmals richtig Gas gegeben: Im Schweizerheim sorgte eine Sooregosler-Kleinformation für Stimmung, Bräuchi unterhielt einen halben Zoo und voller Hoffnung, dass alles wieder von vorne anfängt, inszenierten wir die Gansabhauet. Hat leider nicht geklappt und so ging die Fasnacht 2010 in den frühen Morgenstunden endgültig zu Ende. Schön war’s, vorbei ist’s, aber wir kommen wieder!